Utopien
Aus Zukunftswerkstatt
Bei den folgenden Utopien handelt es sich um das vorläufige Ergebnis eines freien kreativen Prozesses. Realitätsnähe und kritische Überprüfung wurden durch entsprechende Instruktionen und Gruppenprozesse bewußt ausgeschaltet und "vertagt". Genauso sind die Ergebnisse also auch zu verstehen (siehe im Zweifel nochmal die Erläuterung auf der Hauptseite!). Es gab vielfache kritische Diskussionen, ob denn die Utopien überhaupt "öffentlichkeitstauglich" seien bzw. wie sie wohl von unkundigen (und gegebenenfalls sogar böswilligen Lesern) interpretiert werden könnten und ob der Zukunftswerkstatt quasi daraus ein Strick gedreht werden könnte. Da mittlerweile jedoch die Konkretisierung der hinter den Utopien stehenden Anliegen zu realistischeren Zielen weit vorangeschritten ist, sollte der Gesamtzusammenhang der Zukunftswerkstatt für Interessierte sichtbar sein. Deshalb im Folgenden das kreative Fundament - die Utopien! Viel Spass damit!!!
Ergebnis der Utopie-Sammlung vom 12.05.2007
Inhaltsverzeichnis |
Didaktik/Formen
Lehrveranstaltungen
strukturelle Gestaltung (Ziele, Maßnahmen )
- Texte sind die Ausnahme, Filme & Animationen die Regel
- Ganzheitliches Holodeck-Setting
- Fallbeispiele, Übungen, Rollenspiele, Experimente
- Keine Vorlesungen nur so etwas wie Seminare, in kleinen Gruppen
- Viel Interaktion, keine Frontallehre
Aktivation und Begeisterung fördern
- Die Lehre ist spannend
- Dozent als Zaubermagier/Zauberlehrer stellt die Situation des Lernthemas her: man erlebt es
- Filme werden diskutiert
- Diskussionsrunden mit allen zu spannenden und polarisierenden Themen
- Auflockerung der Vorlesung durch 5 Min Bewegungspause, dabei wird ein per Playlist gevotetes Lied eingespielt -> Institutstanz
- Hausarbeiten nur noch zu spannenden Themen, anschließend Publikation in Fachjournals
- Gemeinsames Publizieren
Praxisnähe & Expertise
- Regelmäßige Exkursionen in ganz verschiedene Praxisgebiete -> Es hängen Listen aus, in die man sich eintragen kann für Praxisexkursionen
- Mehr Praktikumsveranstaltungen (vgl. Gesprächsführung etc), Skill-Training (NICHT Schlüsselkompetenz) -> Moderationstraining, Verhandlungstechniken
- Persönliche Meetings mit Top-Psychologen
- International und nationale Psychologie-Experten prügeln sich darum , in HD lehren zu dürfen
- Dozenten anderer Institute und Fakultäten kommen zu uns in die Hörsäle und laden uns in ihre Seminare ein.
neue Lernformen
- Wissenserwerb per USB
- Denken im CPU
- Auswendig-Lernstoff von man über Hypnose „geben lassen“
- WLAN im Kopf
Grundsätzliche Lernkultur
- Dozent als Zaubermagier stellt die Situation des Lernthemas her: man erlebt es
- Experiential-learning, in echter Begegnung als Mensch mit Sich-Selbst-Organisierende Lernstrukturen, die sich ständig entwicklen und maximal vernetzt rückgekoppelt durch Feedback-Prozesse die Menschen verändern („Lernen“).
- Lernen heißt sich selbst erfahren: Völlig direkte emotionale, authentische Begegnung mit allein
- Freude am Lernen
- Uni macht Spaß und man lernt etwas dabei
- Lernen im wahren Leben, Besuche am fremden Unis
- Lernen in freier Natur, Backpacking-Touren
- Lernende sind Lehrende, Lehrende sind Lernende
- Studies arbeiten in richtigen Projekten – im Team
- Das Selbstwertgefühl jeder Einzelnen wird durch das Lernen sehr gestärkt
- Erst Praxis, dann kommt Theorie
- Man lernt nicht fürs Leben, sondern beim Leben
- Man darf nicht kommen, wenn man nicht will
- Ein fliegender Lernpalast
- Lernpalast kritisiert Stadt., macht sie besser
- Wir sind frustrationstolerant und wenn etwas nicht klappt, motiviert es und noch tiefer zu gehen.
- Statt Diplom hat jeder ein Portfolio von Projekten an denen er mitgewirkt hat
- Keine Angst keine Grenzen.
- Selbstverwirklichung, Entdecker, neu
- Lernen = Erfahrung machen
- Kompromissloses Lernen
- Keine Fächer, nur Ideen aufwerfen, verwerfen weiterspinnen erfahren lieben, hassen
- Konstruktive Kommunikation ist Standard: Probleme sind Herausforderung, Zweifel oder Gegenüberargument werden zu fragen.
- Es gibt keinen Lehrer/Professoren für bestimmte Themen
- Anderer kultureller Hintergrund wird als reiche Ideenquelle geschätzt
- Es passieren immer total spannende Sachen – wie ein Krimi im Kino!
- Alles ist Erfahrungslernen nichts bleibt abstrakt
- Ständige Veränderung des Wissens
- Dozenten nehmen regelmäßig an Rhetorik- und Methodentrainings teil
- andere Diskussionsformen (schreien, tanzen)
Prüfungsleistung
- Keine Prüfungen oder formellen Rahmenbedingungen vorgegeben
- Das Prüfungsamt erkennt alle Leistungsnachweise aus Auslandssemestern an
- Süßigkeiten zur Belohnung
- In die Diplomnoten geht außeruniversitäres Engagement ein
- Notengebung in relativen Maßstäben, der Einsatz zählt
- Gute Hausarbeiten werden mit einem Preis belohnt
- Stilvoller Rahmen für Diplomfeier
- Prüfungen auch in praxisnaher Form (> Praxisfragestellungen, vorher Übung unter Anleitung)
- Spiritualität ist Teil des Lernbetriebs
- Es gibt Lerntraditionen aber keinen Lehrplan
- Fachgespräche mit Profs
- Keine Prüfungen mehr.
- Man muss auch Erfolg haben nach „harter Arbeit“
Evaluation
- Wer schlecht lehrt, bekommt Gehalt gestrichen
- Dozent of the month und Veranstaltung of the Semester (Preis: größeres Büro, Vertragsverlängerung bei Mittelbaulern, junge Sekretäre & Sekretärinnen, Wanderpokal)
- Veranstaltungsevaluationen, deren Ergebnisse öffentlich sind (ohne Ausnahmen!) und Konsequenzen haben
- Namensschilder der Studis mit auf Knopfdruck veränderbarem Text, z.B. "Ihnen lauscht andächtig Mariana", "hier hält sich gerade so wach Max"
- Es gibt Buzzer unter den Sitzen, wenn der Dozent Müll erzählt, kann man ihm per Falltür hinausbefördern, dabei ertönt ein lustiges Geräusch; Applaus Buzzer
Lehrinhalte
- Infos/Veranstaltungen zu "Psychologie im Alltag" bzw. "praktische Psychologie"
- Gehirne präparieren (vgl. Präp-Kurs in Medizin)
- Es gibt ein Versuchslabor mit echten Tieren, die aber natürlich fair behandelt werden und genügend Auslauf haben -> Streichelzoo im Innenhof
Atmosphärisch
Allgemein
- Freie Getränke, Essen
- Es gibt einen Kiosk der faires Essen und Trinken zu fairen Preisen anbietet
- Wir wählen ein Institutsmaskottchen (und ne Hymne) denn: wir sind das PI (T-Shirt: Du bist das PI)
- Institut frisch gestrichen, Fußbodenheizung, gemütliche Chill-Out-Ecke
- Die Uni riecht gut!
- Der Cola-Automat ist nicht von Coca-Cola sondern vor einer Ökofirma
- Kuscheln an der Uni
- Keine harten Stühle
- Kuschelecken
- Im Sommer kann man sich Decken ausleihen um sich auf Wiesen zu setzen
- Alles vorhanden, z.B. Schwimmbad
- Schlaraffenland: Kuschelecke, Fußmassage, liebe& n geliebt sein
- Die Uni ist bunt.
- Massage, Pools, Raum und „Technik“ etc. sind optimal
- Lieben und geliebt werden an der Uni
- Offene Zeltlandschaft mit Gauklern
- Keine Pläne, alles entsteht aus der Situation heraus (den Menschen)
- Es geht nur um Lernen aus Freude daran, wer nicht bleiben will soll etwas anders machen
- Kissen, Sessel, Tanzen beim Diskutieren, sich anschreien, sich umarmen, Schweigen, Neckarwiesen, Exkursionen, Kochen, Musik
- Bequemeres Mobiliar in Hörsälen (Kinosessel, Getränkehalter, Eisenbahnromantik)
- Klimaanlagen
- Toiletten mit Springbrunnen im Vorraum und Waldgeräuschen sowie Pinienduft
- Pool im Innenhof (Sommer)
Offenheit
- Nichts scheitert an „geht nicht“, „haben wir nicht“.
- Selbstverwirklichung - Neues entsteht - sich neu entdecken
- Niemand darf müssen, niemand soll lernen
- Keine Studiengänge, jeder geht seinen Weg
- Wer nicht will, der hat schon. Jeder ist sein eigener Herr.
- Für die Rahmenbedingungen gibt es keine Norm - alles was gut tut ist erwünscht
- Jeder lernt so lange bis er bereit dazu ist, etwas anderes zu tun
- Die Möglichkeit der aufrichtigen Kritik besteht und alle sind Willens, sich ihre Fehler anzusehen und sagen zu lassen, um sie zu verbessern und um daraus zu lernen
- Toleranz und Offenheit gegenüber anderen
- Das Setting ist maximal flexibel – es geht nur um die Menschen, nur um das wahre Leben, es geht nie um Fortschritt von etwas weg, nur zu sich selbst und zu den anderen
- Jeder lernt, was er will
- Keine Frage ist unangemessen, alles wird hinterfragt und doch akzetiertà dadurch verändert es sich
- Jeder geht frei seinen Interesse nach- niemand muss sich vermarkten
- Seminare haben offenen Titel: Erste Sitzung werden Inhalte bestimmt.
- Profs und Dozenten haben keine abschließbaren Zimmer
- Jeder lernt, wie, wann und wie er will
- Man kann an jeder Uni studieren
- Wir lernen per Zeitreise, Lösungen anderer Zeiten und Kulturen kennen
- Man lernt und lernt und lernt, wenn man nicht mehr will, hört man auf lebt anderes
- Die Unvereingenommenheit /Naivität von Kindern, Jugendlichen & Laien wird wertgeschätzt, weil sie oft sehr gute Fragen stellen
- Systemdenken ist normal Schubladendenken ist out
- Es sind alle möglichen Menschen (auch Kinder, Ältere...) anwesend, nichts ist von vornherein geregelt aber: die „Strukturen“ entstehen dann von selbst- das ist dann immer möglich (temporär).
Interaktion
Allgemein
- alle sind nett zueinander und entspannt
- Urlaub für alle zusammen
- Kuschel(Gruschel)-Stunden
- Alle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen
- Das Institut begreift sich als Gemeinschaft, in der jeder füreinander sorgt
- Alle Duzen sich
- Namensschilder der Dozenten, z.B. "für Sie lehrt heute Sigmund"
- Regelmäßige Informationen über aktuelle Veränderungen auch online
- Institutskanal mit verschiedenen Rubriken z.B. Klatsch und Tratsch, Promi-News, Nachrichten, Dokus, die Psycho-Illu.
- Wir reden miteinander statt übereinander
- Gemeinsam treffen wir Entscheidungen und finden Konsens
- Die Einzelpersonen behandeln sich gegenseitig wertschätzend, sind empathisch und Verhalten sich konkret
- Immer Mittwochs finden im Innenhof Völkerballturniere statt
- Professoren und Studies ziehen an einem, Strang
Studierende zu Studierenden
- Wir helfen uns gegenseitig, geben uns Tipps und Unterstützung - Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt sich
- Man lernt und arbeitet mit Freunden und schafft Verbindungen fürs Leben
- Die bestehenden Möglichkeiten werden ausgeschöpft und die Einzelnen teilen ihr Know-How gerne mit allen anderen
- Mute-Knopf für nervige Kommilitonen/Kommilitoninnen
- Fummelverbot in Seminaren
- Persönliche Vorstellung aller Teilnehmer zu Beginn
- Studis lernen voneinander, helfen sich
- Wir lernen in Harmonie mit anderen
Studierende zu Lehrenden
- Profs, Mittelbau und Studis kochen regelmäßig an wechselnden Orten (vgl. das perfekte Dinner)
- Coaching für alle
- Die Profs kommen bei Fragen zu einem nach Hause und beraten einen
- Prof. und Mitarbeiter laden Kollegen anderer Abteilungen zum Eis essen ein
- Es interessiert die Profs, was die Studies denken und tun
Technik
- Alle Studis bekommen Rechner geschenkt, die auf dem neusten Stand der Technik sind und multimediales Lernen fördern
- Studies besitzen Mini-Laptops (umsonst), mit denen man Vorlesungen aufzeichnen kann und sich Tipps, Literatur und Folien in sekundenschnelle beschaffen kann
- Suchmaschine findet, wo man das , was man lernen will, findet
- Es gibt eine Riesen-Knowledge-Wiki, an den alle mitarbeiten und das sich in seiner inneren Struktur dem wirklichen Universum annähert
- Das PI ist perfekt eingerichtet, genug Materialien und Voraussetzungen sind erfüllt
Allgemeines / Abstraktes / Gesellschaft
Uniphilosophie
- Der Rektor interessiert sich nicht für wirtschaftliche Interessen sondern für wissenschaftliche Forschung
- Elite macht sich nicht an Geldern fest
- Es gibt keine Statusunterschiede
- Die Uni ist auf Qualität und nicht auf Quantität ausgericht
- Reflektion des Menschseins: „Was ist der Mensch“
- Alles ist an der Bildungsstätte kostenlos
- Win-Win-Denken ist Standard, Konkurrenzdenken ist out
- Uni kostenlos und offen für alle
- Gute (beste) Lehre bzw. gutes (bestes) Curriculum als Aushängeschild für HD in Scientific Community -> Konkurrenz um beste Ideen für Lehre deutschlandweit
- Bessere Bezahlung für HIWIs (mindestens Mindestlohn!)
Integration mit der Gesellschaft
- Die Uni hat die Funktion, die besten Ideen und Beispiele weltweit unter die Leute zu bringen, weiter zu verbreiten und Austausch zu ermöglichen
- Jeder ist irgendwann, irgendwie mal bei der Uni dabei
- Bildungsstätte immer offen
- Alte Menschen und ihre Erfahrungen werden geschätzt
- Die Geschichte und Tradition wird geschätzt und bewundert – das sind unsere Wurzeln, aber sie wird auch kritisch beleuchtet und hinterfragt
- Die „Universität“ und die Gesellschaft sind nicht getrennt à Wissenschaft wird überall dort angewendet, wo sie nützt/hilft
Umwelt/Nachhaltigkeit/Gesundheit
- Riesengroßes Dach mit Solarzellen drauf
- Wir lernen mit der Natur zu leben, nicht sie zu manipulieren
- Die ganze Universität ist nachhaltig (ökologisch, erneuerbare Energie, Kreislauflaufwirtschaft)
- Stress ist eine Zivilisationskrankheit von gestern
- Gesundheit ist die Regel, wir werden fast nie krank
Interdisziplinarität
- Alle Berufe werden an einem Zentrum gelernt
- Neue Theorien werden von Heerscharen von vielen Freiwilligen in ganz vielen verschiedenen ganzen Aspekten geprüft
- Die Institute sind within und between vernetzt
- Dozenten anderer Institute und Fakultäten kommen zu uns in die Hörsäle und laden uns in ihre Seminare ein.
Globalisierung
- Das Institut hat Erasmus-Partnerunis in Frankreich und Skandinavien
- Eine große Weltuni - virtuell vernetzt
- Ein globales Dorf – jeder hat Freunde aus allen Kontinenten und arbeitet mit ihnen zusammen

